| Beschreibung: | Schülerfirma mit schlauem Würfel
Wettenhauser Gymnasiasten profilieren sich als Jungunternehmer. Mit einem schlauen Holzwürfel gehen Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausen beim europaweiten Projekt "Junior" des Instituts der Wirtschaft in Köln an den Start. Unter dem Namen "Sam" - Soma and more - startete zu Beginn des neuen Schuljahres auch ein neues Projekt am Gymnasium in Wettenhausen. 13 Schüler der Klasse 9b gründeten zusammen mit ihrem Schulpaten Bernd Hihler ein Schülerunternehmen. Ziel sei es, so Bernd Hihler, eine eigene Geschäftsidee wie reale Existenzgründer umzusetzen und dabei Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, die im späteren Berufsleben von Nutzen sein können. "Bei unserem Somawürfel", erläutert Felix Schmidt, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, "muss aus mehreren Teilen ein Würfel zusammengesetzt werden." Erfunden von Piet Hein während einer Vorlesung über Quantenmechanik, sei der Somawürfel ein ideales Unterrichtsmittel, ob in Schulen oder an Kindergärten, denn neben dem spielerischen Effekt schule er Kreativität, Denkvermögen und Ausdauer. Aber auch für alle anderen, die ihre geistige Fitness aufbauen oder behalten möchten, sei der Somawürfel eine interessante und anspruchsvolle Beschäftigungsmöglichkeit. Auf einer mitgelieferten Anleitung sind 48 Figuren abgebildet, die mit Grips und Geduld nachgebaut werden können. In einer Schreinerei ließen sich die Jungunternehmer die Holzwürfelchen zusägen, um sie dann zu insgesamt sieben Teilen zusammenzuleimen. "Nur 5,00 Euro kostet so ein Würfel mit Anleitung und Verpackung", wirbt Felix Schmidt.
Eventuelle Firmenaufdrucke können für geringe Kosten angebracht werden, ebenso sind Variationen in der Würfelgröße oder im Design möglich. Auf Nachfrage seien auch andere Dinge aus Holz bestellbar. Schließlich sei "der Kunde König", betont der Jungunternehmer und Lehrer Bernd Hihler nickt anerkennend. Mit 90 Anteilscheinen zu je zehn Euro startete das Schülerunternehmen, mittlerweile wurden rund 60 Scheine verkauft. Mit diesem Startkapital müssen sämtliche Ausgaben bestritten werden, ebenso müssen an das Institut der Wirtschaft in Köln sowie an das Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft, die als "Finanzamt" fungieren, Lohn- und Umsatzsteuer abgeführt werden.
Etwa 180 Würfel wurden schon verkauft, nun rühren die Jungunternehmer fleißig die Werbetrommel, um bis zum Schuljahresende einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. |