Kurzgeschichten und Gedichte aus Leipzig
Titel:Kurzgeschichten und Gedichte aus Leipzig - http://www.autoren.leipzig-kompakt.net
Beschreibung:Georg Klinkhammer schreibt Kurzgeschichten und Gedichte, mal heiter, mal nachdenklich. Auf seiner Internetseite kann man sich ein Bild davon machen. Über sich selbst schreibt er: Aus irgend einem unerfindlichen Grund kann ich mich nicht festlegen. Mal ist mir danach, ein ernstes Thema anzugehen, ein anderes Mal kommt nur Lustiges heraus. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich mich für die klassische Versform bei Gedichten entscheide, oder eine Kurzgeschichte daraus mache.

Ich bin noch nicht soweit, dass ich sagen kann, was mir mehr liegt. Grundsätzlich fällt es mir schwerer, wenn ich einen Text konstruieren muss, als wenn ich aus Selbsterlebtem schöpfen kann. Im Übrigen maße ich mir nicht an, vom Stil her über Trivialliteratur hinauszukommen, aber das mag der Leser selbst beurteilen.

Alle Texte sind nach 2002 entstanden. War es zunächst nur sehr sporadisch, so schreibe ich jetzt recht fleißig. Man könnte ohne weiteres behaupten, mich hat ein Virus gepackt. Es macht ungeheuren Spaß.
Bis auf wenige Ausnahmen sind die Geschichten als Leseprobe gedacht. Alle Gedichte hingegen können zur Gänze gelesen werden. Ein Beispiel wäre das Gedicht mit dem Titel: Kritik
Kritik, und sei sie noch so ehrlich
ist doch zuweilen recht gefährlich.
Sie kann wohl, jetzt mal so betrachtet,
sehr treffen, wenn man nicht drauf achtet,

wen man als Ziel hat ausgewählt.
So manchen denn es furchtbar quält,
wird ihm der Spiegel vorgehalten.
Drum lässt man besser Vorsicht walten.
Noch sich'rer ist, man lässt es bleiben.
Und deshalb möchte ich hier schreiben,
Wen man als Ziel für die Revolte
wenn's schon sein muss, sich suchen sollte:

Da nenn' ich erstmal, wie bequem,
die Obrigkeit, seit ehedem
dem Spott und Hohn ist ausgesetzt.
Doch der macht's nichts, ist kaum verletzt.

Der Rat jetzt nur für Deutschland gilt.
Denn ist in China man gewillt,
zu meckern über Führungsstil,
dann hat man sehr rasch das Gefühl,

das die das nur zu gut verstanden
und man wird dann in diesen Landen
schnell weggesperrt, manchmal für immer.
Das hilft kein Flehen, kein Gewimmer.

Auch ungefährlich ist es noch
und man verschwindet nicht im Loch,
wenn Popstars man sich ausgesucht.
Die sind doch sowieso verrucht.

Beim eig'nen Mann, der eig'nen Frau
wird viel zu schnell der Ton recht rauh.
Deshalb, schon um des Friedens Willen
Sollt' man nur grummeln ganz im Stillen.

Den größten Schaden richtet man,
das weiß man doch, an Dichtern an.
Es trifft sie ganz besonders hart,
sagt man: 'Was hast denn du gemacht?'

Am besten lässt man Lob nur hören.
Ich könnte sicher darauf schwören:
Kritik, sie ist zwar nicht verboten
doch an den Dichtern nicht geboten.


Viel Spaß bei der Lektüre

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