Alaska - Schlittenhunderennen / Musher
Titel:Alaska - Schlittenhunderennen / Musher - http://www.traumland-alaska.de/
Beschreibung:Alles begann im Sommer 2000: Wir besuchten Freunde in Alaska. Eines Abends diskutierten wir über die bevorstehende Schlittenhundesaison: Plötzlich überkam mich das "Schlittenhund-Fieber". Wir fingen an Pläne über meinen Einstieg in den Schlittenhundesport zu schmieden. Ich hatte schon des öfteren "Camping Trips" mit 10 Schlittenhunden gemacht, aber ein Rennen über 200 Meilen war bisher nur ein Traum.

Im November 2001 war es dann soweit: Für 4 Monate flog ich nach Alaska, um Erfahrungen im Land der Alasken-Huskys zu sammeln. In Willow/ Alaska angekommen übergab mir Adam Grant ( Musher) ein Team von 14 untrainierten Hunden, die noch nie zusammen gelaufen waren - das bedeutete "lerning by doing". Dafür war eine 20-Meilen-Strecke vorgesehen. Vor dem ersten Rennen wurden 1300 Trainingsmeilen zurückgelegt. "Zusammen sind wir stark", das war mein Motto und so motiviert starteten wir ins "Aurora-Rennen". Bei guten Schneebedingungen und minus 10 Grad Celsius belegte ich mit meinen 12 Hunden den 4. Platz. Nicht die Platzierung war wichtig, sondern die Erkenntnisse, die ich über die Hunde und mich gewonnen hatte.

Einige Wochen später startete ich das "Knik 200". Es war Schwerstarbeit. Zwei meiner Hunde hatten sich im Rennen verletzt und mussten 60 Meilen bis nach Skwentna Roadhouse im Schlittensack transportiert werden. Mit 10 Hunden belegte mein Team immerhin noch Platz 26 von 34. Ich fühlte mich wie ein Sieger!

Jetzt konnte ich mich dem großen Rennen, dem "Yukon Quest 250" zuwenden.Nachdem alle Regularieren erfüllt waren ging es los. Adends um 20,oo Uhr, bei minus 20 Grad Celsius, hallte für mich das Three, Two, One and gooo in Fairbanks auf dem Cheena River. Zwei Meilen nach dem Start hatte ich mich bereits verfahren. Es war sehr lehrreich für mich und richtungsweisend für meinen gesamten Rennverlauf. Als ich erfuhr, dass ich mit meinem Team nach dem Checkpoint "Angel Creek" den 2. Platz belegte machte sich Euphorie breit und anstatt Pausen einzulegen, liess ich meine Hunde laufen. Die Strafe folgte auf dem Fusse. Cirka 50 Meter unterhalb des "Rosebut-Summit" hatten meine Hunde und ich keine Kraft mehr. Es blieb gerade noch Zeit Schneeanker zu setzten, um ein rückwärtiges Abstürzen zu verhindern. Als sich ein anders Team uns nährte zogen die Hunde wieder an, die Gefahr war überstanden (Konkurenz belebt das Geschäft). Was ich in diesen Minuten gedacht habe kann sich wohl jeder denken. "GOTT SEI DANK".

Am nächsten Kontrollpunkt , "Mile 101" haben wir dann erst einmal wieder "aufgetankt". Für die Hunde gab`s Fressen, Pflege und die wohl verdienten Streicheleinheiten und für mich ein paar Stunden tiefen Schlaf, vorweg natürlich selbstgebruzeltes "Mushermenue". Nachdem mein Team einigermassen erholt war, konnten wir die nächste Herausforderung annehmen. Am frühen Morgen ging es über den gefürchteten "Eagle Summit". Auf dem Weg dorthin überquerten wir Overflows und heimtückische Eisfelder. Jetzt wusste ich warum soviele Booties gefordert waren. Frank Turner hatte ein paar Stunden vor mir auf diesem Abschnitt aufgegeben. Meine Hunde liefen fantastisch und ich war hochmotiviert. Der "Eagle Summit" hatte seine Furcht verloren. Auf der anderen Seite des Berges erwartete mich eine höllische Abfahrt. Ein Musherkollege hatte hier kurz zuvor bei einem Absturz einen Hund verloren. In 45 Grad-Neigung und pulverigem Tiefschnee begann das Spektakel. Mein Schlitten drohte die Hunde zu überholen ..... ich riss ihn auf die Seite und konnte so Schlimmeres verhindern. Wie durch ein Wunder blieben "Vier- und Zweibeiner" unverletzt und waren nach wenigen Minuten wieder einsatzfähig.

Nach 70 Meilen hatte ich unbeschadet das Ziel "Central" erreicht. Tiefe Zufriedenheit verspürte ich, als ich erfuhr, das ich auf dem 7. Platz war. Diesen konnte ich bis ins Ziel in " Cirkle City " halten. Mit 11 Hunden gestartet, gefinishd und wohlauf. Was will man/frau mehr?

Aus einem Traum war Wirklichkeit geworden, in nur 4 Monaten vom " Anfänger zum Questteilnehmer ". Eine Erfahrung, die wahrscheinlich nur "Musher-Land-Alaska" zu machen ist. Allein der Gedanke daran berauscht mich.

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